Waimea Bay
 
Wie schön es doch ist, schon frühmorgens den Strand aufzusuchen und die Ruhe zu genießen. So geschehen, als wir neulich mit dem Auto hoch zur Nordküste gefahren sind, um uns mal die abgelegeneren Strände dort anzusehen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Samstag, 29. Oktober 2011
Weil wir tatsächlich reichlich früh am Strand in Waimea ankamen, durften wir die ganze Pracht auch nahezu unbeobachtet genießen. Zunächst mal ist erwähnenswert, dass wir überhaupt einen Parkplatz bekommen konnten! Immerhin hat der Strandpark nur sehr wenige Parkplätze, von denen die Hälfte dann noch für Bedürftige, Rettungsschwimmer und andere Personengruppen reserviert ist.  Wenn man aber dann einen Parkplatz hat, dann ist diese Parksituation tatsächlich sehr positiv zu beurteilen. Immerhin hält sie weitere potenzielle Strandbesucher davon ab, uns die Aussicht zu verderben, haha.
Dieser Sandstrand ist wirklich traumhaft schön. Und gefühlt wirklich unendlich weit! Erst, wenn man sich vom einen Ende her auf der höheren Ebene mit dem Auto nähert sieht man, wie weit sich der Sand wirklich erstreckt. Das ist wahrlich ein Traum! Umso mehr, wenn man um die riesige Fläche mit nur gerade einer Handvoll anderer Strandbesucher „kämpfen“ muss. Territoriale Gefechte beginnen also nicht erst dann (wie vielleicht in Rimini oder am Ballermann), wenn der Bauch des Nebenliegenden auf das eigene Handtuch rüberschwappt, sondern schon wenn jemand in Sichtweite kommt.
Nachdem wir eine halbe Stunde mühsam mit unseren Handtüchern dem kargen Schatten einer Palme gefolgt sind, erspähten wir eine große schattige Fläche direkt an einem Felsen. Eine hervorragende Entdeckung! Denn erst sah es danach aus, als müssten wir wegen der prallen Sonne schon bald wieder aufbrechen. Im Schatten jedoch konnten wir bis Mittag bleiben, als genau dann nämlich durch den höchsten Stand der Sonne überhaupt nirgendwo am Strand mehr Schatten auffindbar war. Neben seinen schattenspendenden Eigenschaften hatte dieser Fels den reiz einer ganz fabelhaften Oberfläche, so dass ich nicht umhin kam, viele viele Fotos davon zu machen. Aber weil ihr euch wahrscheinlich vor einigen Minuten nicht dazu entschieden habt, meinen Blog zu lesen, weil ihr Makroaufnahmen von hawaiianischen Felsen ersehnt, gibt es an dieser Stelle nur eine ganz kleine Auswahl meiner Fotostrecke, hehe!
Während ich mich gerne mal zum Schwimmen und Tauchen ins Wasser wagte und zwischendurch die wohlige Strandatmosphäre unter angemessener Individualmusikbeschallung genoss, machte Jan sich daran, an diesem feinen Ort sein Buch zu lesen. Nach dem Arbeitsstress der letzten Wochen hat er das wahrlich genossen. (Das war es! An dieser Stelle nun gibt es keine weitere komödiantische oder bloßstellende Berichterstattung über meinen geliebten Gatten! ;) )
Die Ortsansässigen indessen vertrieben sich die Zeit, indem sie von einem großen Felsen ins Wasser sprangen, wohl in der Hoffnung und im guten Glauben, sich dabei nicht zu verletzen oder aus Versehen selbst hinzurichten. Dieses Schild, hier unten rechts im Foto zu sehen, warnt davor, solcherlei Verhalten an den Tag zu legen - immerhin weiß man nicht, wie tief es an der Eintauchstelle tatsächlich ist und ob nicht der eine oder andere dicke Felsbrocken unter der Wasseroberfläche lauert. Während wir da waren haben wir jedenfalls keine lauten Schreie nach dem Eintauchen ins Wasser gehört. Wohl manchmal, wenn sich scheinbare Neulinge an den Sprung wagten.
Als wir uns gegen Mittag dann wieder aufmachten, war das nächste Ziel klar: „Matsumoto‘s Shave Ice“! Hier in Hawai‘i ist nämlich eine ganz besondere Art des Eises berühmt. Gibt es bei uns überhaupt nicht! Im Grunde ist das ganz klitzeklein fein geschreddertes Eis (tatsächlich Wassereis, also noch ohne jedweden Zusatz), das dann jedoch mit Sirup aller möglichen Geschmacksrichtungen übergossen wird. Die wohl beliebteste Variante ist dabei „Rainbow“, für die roter Erdbeersirup, gelber Zitronensirup und blauer... noch anderer Sirup nebeneinander Platz finden. An den Schnittstellen vermischen sich dann die Farben und das Eis erinnert tatsächlich an einen Regenbogen. Hach, wie schön! Ich hoffe, ich kann Fotos nachreichen - ansonsten solltet ihr schnell mal selbst im Internet nachschlagen! Wenn man dieses Eis in groß bestellt, dazu mit süßen japanischen Azukibohnen und Vanilleeis im unteren Teil des Eishalters und übergossen mit süßer Kondensmilch, dann ist man wirklich lange ordentlich damit beschäftigt, einfach nur die sich nach und nach lösenden festen Bestandteile mit dem Mund abzufangen und den steigenden Flüssigkeitspegel im Grund gekonnt mit dem Strohhalm in Balance zu schlürfen. Tut man das nicht, dann hat man bald mit einer riesigen Sauerei zu kämpfen, haha!
Das Shave Ice bei Matsumoto an der Nordküste ist wohl das berühmteste auf der Insel - aber auch hier in der Nähe gibt es gutes. Vielleicht fahre ich da nochmals vorbei. :)
Als wir fertig mit unserem Eis waren und wieder ins Auto stiegen wurde das Wetter etwas unbehaglicher. Es zog sich zu und der Himmel verstand es, uns zu verdeutlichen: „Wenn ihr noch an einen anderen Strand fahrt, dann wird es so stark regnen, dass es euch wegschwemmt!“ Auch entschieden wir uns dagegen, noch einen nahen Park zu besuchen. Der kostete nämlich... wenn ich mich recht erinnere so um die 20 Dollar pro Person Eintritt. Weil es nämlich dort seltene Vögel gibt. Den Park für 5 Dollar ganz ohne Vögel hätte ich wohl genommen. Also entschlossen wir uns, wieder zurückzufahren um dann (was ja nicht gleich eine ENTSCHEIDUNG im eigentlichen Sinne war...) die restliche Zeit des Nachmittags im Stau in und um Honolulu zu verbringen. Als wir endlich bei Ala Moana Mall, meinem Arbeitsplatz, angekommen waren, brauchten wir für den Heimweg noch immer länger als ich normalerweise mit dem Rad - obwohl es nur bergauf geht. Wenn auch dieses Ende wenig angenehm war, so war doch der Rest des Tages umso schöner!
So war ich sehr glücklich, als sich Ina und Fletscher (also Ferris muss man nicht fragen, wenn es um Strand und Shave Ice geht...) bereit erklärten, noch einmal mit mir dort hoch zu fahren. Dazu dann bald mehr! :) Ja, den einen oder anderen Bericht von der Insel wird es noch geben, dann aber wird sich der Fokus auf San Francisco richten! Dort werde ich nämlich vom 5.11. bis zum 14.11 Matthias besuchen, bevor ich schließlich nach Deutschland zurückkehren werde. Also freut euch schonmal vor, auf die nächste Etappe!