Strand. Strände.
 
Eine kleine Landeskunde: Hawai‘i besteht aus acht Inseln, indessen die Insel O‘ahu mit der Hauptstadt Honolulu nicht die größte, wohl aber die von den meisten Bürgern bewohnte Insel ist.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sonntag, 9. Oktober 2011
Etwa eine Million Menschen wohnt auf dieser Insel, davon ein großer Teil, und ich schließlich auch, in der Hauptstadt an der Südostküste. Zwischen den Küsten umfasst die Insel auf der breiten Seite 71 km und von Süd nach Nord 48 km. Und das bedeutet? Genau, auf wenig Landmasse und wenige Menschen gerechnet ganz ganz viele Strände! Sandstrände, Steinstrände, steile Strände, flache Strände, Klippen, Buchten, Korallenriffs... und vermutlich noch etwa 8000 andere Arten von „Meer grenzt an Land“, die ich überhaupt nicht alle zu benennen vermag.
Vom sagenumwobenen Strand „Waikiki Beach“ habt ihr sicher gehört... und ganz unbegründet ist diese Bekanntheit nicht. Der feine Sand und der seichte Übergang ins Wasser machen es auch für Nicht-Wasserfreunde zum Genuss, hier baden zu gehen. Auch für Surfer, Bodyboarder, Stand-Up-Paddler und alle anderen Freunde des Wassersports gibt es hier die besten Bedingungen: Die Wellen können sehr hoch werden, ohne aber für Anfänger gefährlich hoch zu werden und auch vor gefährlichen Unterwasserströmungen muss man hier keine Angst haben. Das trifft eher auf die Küsten an der Nordküste im Winter zu.
Wohl einen Nachteil hat Waikiki Beach: Er ist der mit Abstand beliebteste Strand der Insel und dementsprechend hoch frequentiert von touristisch motivierten Personengruppen besucht. Nicht zuletzt wegen seiner Nähe zu den großen Hotelketten, die sich alle in Waikiki finden lassen - indessen man wohl eher von der Nähe der Hotels zu ebendiesem Strand sprechen sollte. Ich vermute nämlich ganz stark, dass der Strand zuerst da war UND DANN kamen Hilton, Hyatt etc.
Daher, um Waikiki Beach so - doch noch recht leer -  vorzufinden, wie ihr den Strand auf dem vierten Bild in dieser Spalte seht, dazu muss man schon um etwa 8h oder 9h kommen. Wird es später, sind doch recht viele Touristen da und verbrennen ihre käsig weißen Körper in altbekannter Manier in der schieren prallen Sonne - nur diese Stelle bleibt weißlich, die sich unter dem herausstehenden Schild aus der neu gekauften viel zu knappen Bikini- oder Badehose versteckt. Ein weit verbreitetes Phänomen! Trotz aller Besucher ist es aber doch nie wirklich unangenehm voll oder überfüllt. Um dafür ausreichend viele Menschen herzubringen - dazu ist Hawai‘i wohl einfach noch immer zu teuer, haha. Gut für mich!
Auf den ersten beiden Bildern in der Zeile seht ihr Kuhio Beach, der im Grunde die Weiterführung von Waikiki Beach in Richtung Osten ist. Ich gehe sehr viel lieber dort hin, denn erstens wird der Strand von weniger Touristen aufgesucht und zweitens gibt es kein „Schonbecken“. In Waikiki nämlich, wie man auch auf dem vierten Foto in der Zeile sehen kann, ist der Strand durch Mauerwerk vor großen Wellen geschützt. So werden die Wellen etwa 50 Meter vom Strand entfernt gebrochen und so können sich auch ängstliche wasserscheue Touristen (und Kleinkinder) in die nun nicht mehr rauen (Un-)Weiten des Meeres wagen. Wer‘s mag...
Glücklicherweise muss man überhaupt nicht weit fahren/gehen/schwimmen, um viel ruhigere Strände vorzufinden. Hier rechts sind wir im Ala Moana Beachpark, der direkt jenem Einkaufszentrum gegenüber liegt, in dem ich meine Forschung betreibe. Jan demonstriert ganz fabelhaft die Besonderheit dieser Bucht: Sie wird nur ganz ganz langsam immer tiefer und gefühlt kann man zehn Kilometer weit herein laufen. (Ist aber nicht so.) Was man auf den Fotos nicht sehen kann: Im ganz flachen Gewässer sind viele Schwärme kleiner und kleinster Fische unterwegs. Bei jeder Welle habe ich Angst, dass sie angeschwemmt werden und gleich alle elendig am Strand krepieren würden. Welch unschöner Gedanke an solch einen Anblick! Aber offenbar stellen sich die Fischchen doch zu geschickt an, so dass mir dieser Anblick weiterhin verschont bleibt.
Ich habe noch viele weitere Bilder von herrlichen Stränden und blauem Meer - aber diese werde ich lieber für andere Beiträge verwenden. Nämlich, als Jan hier war, haben wir noch den einen oder anderen Ausflug gemacht - beispielsweise mit dem Kajak zu den kleinen Inselchen in der Nähe der Küste. Außerdem waren wir an der Ostküste und an der Nordküste der Insel unterwegs und haben da wirklich ganz feine Orte vorgefunden - die mich zum Schwimmen einluden und Jan dazu, im Schatten zu sitzen und einfach so auf‘s Meer zu schauen. (Seine waghalsige These „Ich schwimme jetzt wie ein Fisch!“ konnte er mir noch nicht beweisen!)
Nun bin ich recht traurig darüber dass Jan nach drei Wochen wieder abgereist ist - für euch hat das wiederum den Vorteil, dass ich fortan wieder mehr Zeit für den Blog aufwenden kann. Daher - bleibt gespannt auf mehr Neuigkeiten - in naher Zukunft!
ALOHA!