Felsen und Vulkangestein
 
Welch ein Glück wir hatten, dass Ina und Fletcher uns ihr Auto geliehen haben, damit wir weder mit unseren Fahrrädern, in der Sonne dahinschmilzend, noch mit THE BUS auf noch viel qualvollere Art und Weise leidend die weiter entfernt gelegenen Landschaften der Insel anfahren mussten.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Donnerstag, 20. Oktober 2011
Also machten wir uns eines Tages auf, einmal weiter an der Ostküste entlang zu fahren. Das ließ sich freilich hervorragend mit einem Schnorchel- und Tauchausflug zur Bucht Hanauma Bay verbinden, die gar rein zufällig auf dem Weg lag. Nun ja, vielmehr wollten wir unbedingt zur Bucht und haben dann ausgekundschaftet, was es entlang der Küste noch alles zu erkunden gibt!
Große Monumente, Meisterleistungen der  Architektur, fantastische Museen - das alles gibt es nicht. Und das haben wir auch nicht erwartet. Aber es gibt Strand, Küsten, Klippen, einfach das Meer. Und das ist uns auch schon wunderbar genug! GENAU DAS wollten wir!
Nun immerhin einen Punkt hatten wir uns anzufahren vorgenommen, nämlich die Makapu‘u Aussichtsplattform. Von hier aus sollte man nämlich eine wunderbare Aussicht genießen können. Schon beim Halten an einem der zahlreichen Strände in der Umgebung haben wir einen kleinen Leuchtturm erspäht, der wohl zu dieser Platform gehörte. Jedenfalls dachten wir das. Vielmehr war es dann schließlich so, dass die Plattform noch viel höher gelegen war als der Turm schon, so dass man gar auch noch die Aussicht auf den Leuchtturm genießen konnte. Also war unser Plan „Mal eben da hoch!“ hinfällig - was wir wiederum erst auf dem Weg hinauf feststellten. Denn natürlich klettert man nicht einfach mal eben den Berg hinauf, sondern nähert sich dem Ziel nur durch eine leichte Steigung an. Jedoch, eine leichte Steigung in Kombination mit praller Mittagssonne ohne jeden Schatten vermag durchaus einen leichten bis mittelschweren Zustand der Erschöpfung hervorzurufen. Das führte dazu, dass wir oben angekommen erst einmal eine Pause machten, aßen und tranken, bevor wir überhaupt auf die Idee gekommen wären, an etwas wie „Aussicht genießen“ zu denken.
Auf diese Weise wohl gestärkt haben wir uns schließlich auch noch die letzten hundert Meter zum Aussichtspunkt bewegt.
HERRLICH! Aber das seht ihr nun ja selbst auf den Fotos hier in der Spalte. Wenn auch, das muss ich dazu sagen, die Fotos nicht ansatzweise das Gefühl in einem hervorrufen können, wie dieser Moment, da oben zu stehen. Der frische Wind, die schneeweißen Schäfchenwölkchen die das Sonnenlicht reflektieren, das Rauschen des Meeres, der Klang der Wellen, wie sie auf die Felsen treffen und schließlich dieses wunderbare alles durchdringende Gefühl der Vollkommenheit eines solchen Ortes. Wirklich phantastisch!
Tatsächlich haben wir hier zum ersten Mal eine Vielzahl an Kakteen vorgefunden. Auch die eine oder andere Pflanze kann hier etwas zustande bringen. Das hat vielleicht damit zu tun, dass es an diesen Klippen noch recht oft regnet, weil die Regenwolken vom Meer kommend quasi abgefangen werden und gleich abregnen. Auf der Rückseite des Hanges wächst deutlich weniger.
Wenn auch die Sonne noch immer gleich hoch über uns stand und die kargen Gewächse am Wegesrand ohnehin keine großen Schatten versprachen, so war doch der Weg herunter deutlich angenehmer und viel weniger anstrengend, als der Weg hinauf. Wenig überraschend. Dennoch machte uns das sehr glücklich in jenem Moment - so konnte uns das gerade entwickelte Glücksgefühl noch etwas länger begleiten!
Wir hielten noch an einem südlicher gelegenen Felsvorsprung und dort suchte uns gleich mal ein merkwürdiges Déjà Vu heim. Die ganz aufmerksamen und seit den Anfängen meiner Homepage folgsamen Mitleser unter euch wissen, dass uns schon einmal solche mysteriös durch Menschenhand irgendwo im Nirgendwo hergerichteten Steinhaufen begegnet sind.
Naja, damals in Island, das waren schon aufregendere Steintürmchen. Dennoch... DÉ   JÀ    VUUUUU   !!!!!
Und dabei soll es für heute belassen sein. Ich lasse euch nur noch ein paar Fotos da! Also, auf bald!