Herbst und Herbst und Herbst und Herbst...
 
Nun war ich bisher ja nur im Herbst in Japan und kann freilich (noch, wohlgemerkt!) nichts von anderen Jahreszeiten in diesem wunderbaren Land berichten. Und dennoch kann ich nur hiervon schwärmen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Samstag, 29. November 2008
Es ist eine Pracht, die Natur in diesem Umschwung zu beobachten und natürlich dient es auch dem Ausprägen meiner fotografischen Fertigkeiten - dann welches Motiv kann schöner sein als die Natur? Erst recht bei diesem herrlichen Wetter. Ich habe wirklich Glück.
 
Neulich habe ich mich (ja, das Wetter war toll... ;D) aufgemacht, endlich den kaiserlichen Palast im Zentrum Tokyos zu besuchen, worauf ich mich schon lange freute. Schließlich gibt es sowohl beeindruckende Bauwerke zu besichtigen, als auch einen weitreichenden wunderschönen Park zu genießen. Ich habe zu diesem Anlass sogar extra die Öffnungszeiten recherchiert! Obgleich es anders sein sollte, war das Gelände an diesem Tag dann trotzdem geschlossen.
:( (Sind wir hier in China, oder was?!) So spare ich mir den Besuch eben für das nächste Jahr auf und kann auch deswegen trauerlos über diese Überraschung hinwegsehen, weil die Umgebung auch schon eine Pracht ist. Außerdem kann man auch schon einen Eindruck von dem Gelände gewinnen indem man außen herum läuft und seinen Hals giraffenartig um alle Ecken schiebt. Ist schließlich groß! (Also das Geländer...der Hals aber sicherlich auch, wenn ich hier so weitermache...)
Die Geschichte vom Kaiserpalast muss also bis nächstes Jahr warten und somit gibt es an dieser Stelle mal wieder „nur“ einfache Aufnahmen der Umgebung. Die möchte ich euch immerhin nicht vorenthalten - deswegen ja auch dieser Eintrag. :)
 
Das Foto im Titel zeigt übrigens das Haus meiner Gastfamilie in Tokyo - vielmehr in der Nähe Tokyos. Wäre es in Tokyo, dann wäre ich vermutlich längst an der Krankheit „Turbotodesmetropole“ gestorben. Und außerdem wäre das Haus dann entweder ein Schrein oder um 24089 Etagen höher.
Hier genieße ich insbesondere die große Fensterfront in meinem Zimmer, welche das Zimmer bei Sonnenschein treibhausartig aufheizt. Umso kälter ist es leider, falls die Sonne ausbleibt - aber dagegen bin ich gerüstet! Nicht nur die vielen Schichten Klamotten und die Wärmflasche retten mich, sondern auch jede einzelne der vier Decken, welche mir meine liebe Gastmama nach und nach ins Zimmer reichte.
 
Einige von euch sind angesichts dieses neuesten Blogeintrags sicherlich ganz verschreckt. Die Livia ist doch schon seit Tagen unterwegs quer durch Japan - wo bleiben die Berichte darüber? Da kann ich nur entgegnen: Gut Ding braucht Weile. Kommt also - aber versteht bitte, dass ich lieber noch etwas die Gegend erkunde, anstatt mich vor den Computer zu hocken. Bald ist es aber wieder soweit, versprochen! Kurz vorweg genommen: Mir geht es sehr gut, ich verlaufe mich erstaunlich selten, die Hotels sind super und ich gehe jeden Tag zwischen einem und drei Mal baden. Wer braucht schon Geld und Gold, wenn er nur genügend heißes Wasser hat...
Zudem habe ich hier in Japan trotz eines idiotischen Fehlers in meiner Reiseplanung, der mir einige überflüssige Zugstunden bescherte, noch nie so viele verschiedene Eindrücke in so kurzer Zeit gewonnen, wie in den letzten Tagen. Mal wieder also schnallet euch an und seiet gespannt!
 
Jetzt aber wirklich zum Abschluss: Noch ein aktuelles Foto von mir. Dieses Mal mit meinem neuen besten Freund, „Pudelmütze“. Muss mal nachschauen, ob sie schon festgewachsen ist...