Tokushima und das Fertigessen
 
Tokushima war mein zweites Ziel auf Shikoku. Wegen der Kälte war ich nicht in Richtung Hokkaido im Norden gereist, sondern ganz in den Süden.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Und dann haben wir hier noch eine Portion „Convenience Food“ auf dem letzten Bild. Das ist Tonkatsu, man könnte es als das japanische Schnitzel bezeichnen. Eben ein paniertes frittiertes Stück Fleisch (in diesem Fall Hähnchen), serviert auf etwas Salat und manchmal Nudeln. Und wie ihr sehen könnt, kostet der Spaß 250 Yen, was etwa 2 Euro entspricht. WARUM??? Im Supermarkt bezahlt man für entweder eine Portion Salat, oder ein unbearbeitetes Stück Fleisch allein mindestens das Doppelte! Im Ernst, Rohzutaten sind unfassbar teuer, aber in anderer, fertig zubereiteter, Zusammenstellung ist alles viel günstiger. Ist ja bei Sushi genau so - rohen Fisch kann ich mir nicht leisten, aber fertiges Sushi ist preislich manchmal drin. So rein ökonomisch betrachtet macht das überhaupt keinen Sinn - entspricht aber umso mehr dem Lebensstil der Japaner. Der entwickelt sich nämlich zunehmend in Richtung „Ich esse was auf dem Weg.“.
Naja, auf meiner Rundreise zumindest kam mir das sehr zugute. Obwohl der große Teil meines Essens schon fertig zubereitet war, gab ich nicht mehr für Lebensmittel aus, als üblich, wenn ich selbst koche. Und dann aber ohne Fleisch und Fisch.
 
Eine Station hat meine Reise noch, bevor es mit Zwischenstop in Tokyo zurück nach Deutschland geht. Und dann nach Amerika und wieder nach Japan!
Also...bleibt dran! :)
Samstag, 6. Dezember 2008
Erschreckenderweise starb ich dann aber auch hier mindestens 400 Kältetode. Während es in Tokyo noch immer lauschige 15 Grad warm war und es im Süden dementsprechend noch wärmer sein sollte, holten mich hier grausame .... irgendwas unter 5 Grad ein. BRRRRRRR!
So musste ich immer wieder aus den lauschig warmen Hotels hinaus in die Kälte.  Meine Erkundungstouren verlegte ich nun tendenziell auf die Morgende, denn da war es durch die Sonneneinstrahlung und das Tageslicht immerhin noch SCHEINBAR warm ;D
Tokushima hat an sich nicht so viel zu bieten - eigentlich war ich auch nur dort, um den nahe gelegenen Ort Naruto zu besuchen. Direkt am Meer mit Wasserstrudeln! Aufgrund der Kälte schloss sich das aber aus und so machte ich das beste draus.
Je weiter man in den Süden Japans vordringt, desto tropischer wird auch tendenziell die Flora. Hier in Tokushima haben sich nun ganz besondere Eindrücke in mein Gesichtsfeld gedrängt: Einerseits sieht man die nach Sommerurlaub aussehenden Palmen und andere sommerliche Gewächse, die man genuin in den südlichen Sphären vorfindet, und gleich nebenan kleiden sich die Bäume aus den scheinbar eher nördlichen Gefilden in ihr grellstes Herbstkleid. Subtropen und Nordwald nur durch zwei Meter voneinander getrennt. Herrlich. :)
Eine angenehme Eigenschaft haben alle Städte auf der Insel, welche ich auf meiner Rundreise besucht habe: Sie liegen alle am Meer. Dadurch entsteht eine sehr angenehme maritime Atmosphäre und trotz der Temperaturen bekommt man Lust, direkt ins Meer zu springen (oder wie hier in den Fluss mit Hafen). Naja, ein Nachteil, der dadurch entsteht ist natürlich der fiese Wind. Der macht es dann noch kälter.
Auf meiner Rundreise habe ich nicht gekocht (wo auch?), sondern mich hauptsächlich von Fertigessen und Snacks ernährt. Was ich da so gefunden habe möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten! Das wird jetzt keine komplette Wochenschau, sondern will ich euch nur die Highlights vorstellen.
 
Hier haben wir zuerst etwas, von dem ich annahm, es sei eingeschweißter Käse, weil eben Käse draufsteht. Also....mitunter. Ich kann ja nicht alles lesen, was noch so draufsteht. Aber die Tatsache, das diese Dinger gelb waren, schienen mir ein gutes Indiz zu sein. Und nun die Auflösung: Käse war schon dabei, aber nur in Form von klitzekleinen Minifitzelchen, welche sich in einer festen gummiartigen und auch nach Gummi schmeckenden Masse befanden. Das war....ekelhaft! :O
 
Aber weiter: Hier haben wir einige japanische Süßigkeiten, die mir alle ausgesprochen gut schmecken. Diese Aufführung ist wahrscheinlich auch ein Teil der Erklärung dafür, weswegen Japaner tendenziell schlank und gesund sind und Menschen aus den westlichen Regionen tendenziell...nicht. Die Süßigkeiten bestehen nicht aus Fett und Zucker sondern aus gesunden Zutaten - da tut es auch nichts, wenn mitunter Zucker drauf ist. Links haben wird Bananenchips mit braunem Zucker, daneben eine Variation gezuckerter Bohnen, dann eine Tüte Scheiben gedämpfter Süßkartoffeln und zuletzt gekochte Maronen. Man, ist das lecker! Ich liebe diese Süßigkeiten!