Die Fahrradspur, die Burg und die verrotzte Aussicht.
 
Wuahhhhhhh....“GÄÄÄHN“... dass Urlaub auch anstrengend sein kann, das wisst ihr vermutlich nicht, falls ihr euer Geld für Pauschalreisen und Cluburlaub auszugeben beliebt. An diesem dritten Tag fiel es nun als schon recht schwer, erneut morgens um 8 aus dem Bett zu krabbeln - die Füße hatten sich auch nicht wie an den Vortagen über Nacht erholt, sondern schmerzten gleich wieder beim ersten Auftritt auf den Boden neben dem Bett. Aber wir ließen uns dadurch nicht abhalten und erlagen nicht der Versuchung, uns einfach nochmals umzudrehen und weiter zu schlafen. Die bessere Alternative wäre es sowieso wenn überhaupt gewesen, zum Frühstücksbuffet zu kriechen, sich den Bauch mit Donuts und Obst vollzukloppen und erst dann weiterzuschlafen.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darauf achtgebend, dass wir uns nur über gesicherten Boden bewegten, gingen wir weiter in Richtung Metrostation. Mittlerweile wussten wir, wann sie ungefähr abfährt und sogar, auf welcher Seite des Bahnsteiges sie in welche Richtung fährt. Gerade, weil dort keine Fahrpläne hängen ist das wirklich überaus wertvolles Wissen!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Sonntag, 30. Dezember 2007
Wie dem auch sei, wir verließen das Hotel nach dem leckeren Frühstück und bewunderten zuallererst die eigentümliche „Pflasterung“ der Wege überall in jenem Vorort. Nämlich nur scheinbar sind hier Stein und Stein aneinandergereiht - in Wahrheit jedoch liegt hier überall Beton herum, in welchen geduldige Mitmenschen mit oder ohne Hilfe von Maschinen offenbar nur ein wie Pflasterung scheinendes Muster eingravierten.
Nachteilhaft wirkt sich aber aus, dass der ganze Belag ja noch trocknen muss, und wenn man gerade mal kein Absperrmaterial zu Verfügung hat, dann muss es eben offen hart werden.
Blöd nur, wenn dann jemand mit dem Radl dahergefahren kommt und die große Kunst mit einem Male enttarnt. Ich frage mich, was diejenige Person wohl gedacht haben muss, als sie merkte, dass der „Steinboden“ langsam beginnt, ihr Fahrrad in sich aufzunehmen.
Unser Hauptziel dieses Tages sollte ein besonders hübscher Strand weiter außerhalb der Stadt sein, dazu aber im nächsten Beitrag mehr. Zuerst sollte unser Weg nämlich das einstmalige Stadttor kreuzen, von dem ich erhoffte, dass Jans Begierde nach mittelalterlichem Gemäuer mit Schießschlitzen gestillt werden würde.
Glücklicherweise wurden wir nicht enttäuscht und bei mal wieder bestem Wetter konnten wir das Bauwerk sogar ganz ohne weitere Touristen besichtigen.
Und in der Tat fanden wir außer den Schießschlitzen noch andere Merkmale dafür vor, dass Valencia wohl nicht völlig unumkämpft gewesen sein kann. Glück gehabt, dass der größte Teil noch steht und wir den Anblick ausgiebig genießen konnten.
Der ursprüngliche Plan war, dass wir nicht nur den eigentlichen Bau, sondern auch die Aussicht von dort oben und den Blick auf die Stadt genießen wollten. Schließlich hatten wir bisher noch nicht die Gelegenheit, von einem hohen Gebäude aus einmal die Stadt aus einer anderen Perspektive wahrzunehmen. Leider nun stellte sich der Aspekt des Genusses als merklich schwieriger erfüllbar heraus, zumal augenscheinlich manches von oben nicht so schön aussieht, wie von unten aus betrachtet. Wir haben natürlich an mehreren Stellen heruntergeschaut und das untere Bild zeigt die noch schönere Seite. Das obere Bild jedoch lud nur eingeschränkt zum intensiven Genuss des Blickes auf die Dächer der Stadt ein.
Nun ja, dann klettert man eben wieder herunter und schaut von nun an wieder von dort aus die historischen Bauten an. Wen interessiert denn auch schon das Dach...
Heute sahen wir auch zum ersten Mal den Hauptbahnhof Valencias, der zugegebenermaßen etwa zehntausendmal so stilvoll ist, wie jeder einzelne in Deutschland. Da gibt es überhaupt keine gelben Plastikwartezellen und auch keine Schwimmbadfliesen in den Tunnels zu verschiedenen Gleisen. Da gibt es nur eine riesige Halle, in der sich alles abspielt, ohne dass, um eben darauf hinzuweisen, sich sämtlicher Kunststoffmaterialien der 90er Jahre bedient werden müsste. Sehr angenehm.
Nur leider fuhr unser Bus zu besagtem Strand nicht dort ab, sondern woanders. Wo genau wollt ihr wissen? Können wir euch auch nicht sagen...
Ob wir ihn dennoch gefunden haben - dazu mehr beim nächsten Mal. :)
Hier nur kurz ein Bild eines Gebäudes, das ich nicht näher zuzuordnen weiß. Aber solange sich eure Augen damit wieder an das „von unten“-Bild gewöhnen, möchte ich diese Schmach gerne auf mich nehmen. (Dabei soll ich doch als Kunststudentin nicht einfach den Hintergrund eines (Bau-)Werkes ignorieren. :X)